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Ein „Haus des Engagements“ für Freiburg

Die Stadt Freiburg steht zwischen zwei Investoren: Was wird aus dem alten Bürgeramt in der Basler Straße, ganz zentrumsnah? Das Studierendenwerk möchte das Gebäude kaufen, und eine Genossenschaft aus bisher 71 Institutionen, Vereinen, Unternehmen – unter ihnen auch Freiburg Future Lab. Hier steht mehr über das Konzept der Genossenschaft, an der auch Willi Sutter von der Genossenschaft Bogenständig beteiligt ist – ein Spezialist für bodenständige und günstige energetische Sanierungen alter Gebäude. Die Genossenschaft möchte das Gebäude zur Förderung zivilgesellschaftlichen, bürgerschaftlichen Engagements bzw. bürgerschaftliche Nutzung nutzen. Auch Gewerbe und Kultur sollen dort zu einem lebendigen Haus beitragen. Am 2. Februar ist die entscheidende Gemeinderats-Sitzung. Wenn die Entscheidung nicht vertagt wird: Mehrere Fraktionen sind noch untentschlossen und eine hat Informationsbedarf angemeldet. https://www.badische-zeitung.de/basler-strasse-2-vergabe-sorgt-fuer-zuendstoff

Wärmepreise-Chaos

Haslach bekommt ein neues Fernwärmenetz für 800 Wohnungen, mit Wärmepreisen, die bei ca. einem Drittel der Preise im nahe gelegenen Neubau-Viertel Gutleutmatten liegen werden. Ebenso wie das Nachbarviertel wird das Wärmenetz mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden. Der Contractor ist ein Hamburger Unternehmen, Urbana. Betrieben wird das Netz von einem gemeinsamen Tochterunternehmen der Freiburger Stadtbau und der Bima (ehemalige Bundes-Vermögens-Verwaltung). Der 60 Kubikmeter große Warmwasser-Speicher wird unterirdisch lagern. Die große Frage lautet nun, woher der große Preis-Unterschied bei der Wärme-Versorgung kommt. Bisher wollte sich noch keiner der Beteiligten (Freiburger Stadtbau, Badenova oder Stadt Freiburg) dazu äußern. Nachtrag am 10. Oktober: Aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, dass die Badenova den ersten Neubürgern im Quartier Gutleutmatten zunächst zu 50% überhöhte Wärmepreise in Rechnung gestellt hat. Eine Korrektur soll demnächst erfolgen. Nota bene: Im kommenden Jahr läuft die Förderung für das „innovative“ Energie-Konzept Gutleutmatten aus. Möglicherweise wird das Kompromisse leichter machen.  

Energie-
Versorgung: Wer zahlt?

Die Energie-Versorgung im neuen ökologischen Viertel Gutleutmatten in Freiburg ist heftig umstritten. Das Thema beschäftigt sogar das baden-württembergische Umweltministerium. Einleitend kurz umrissen die Positionen: Der regionale Energie-Versorger Badenova haben zusammen mit dem Institut für solare Energiesysteme (ISE) ein innovatives Energie-Konzept erarbeitet. Es kombiniert Solarthermie (im Sommer) mit Wärme und Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung; es wird ein Blockheizkraftwerk verwendet, das ohnehin schon in der Nähe installiert ist und das Haslacher Schwimmbad mit Energie versorgt. Soweit so ökologisch. Dass Umweltfreundlichkeit oft Geld kostet, ist bekannt. Hier kostet die Kilowattstunde Wärme aber deutlich mehr als in den Öko-Vierteln Vauban und Rieselfeld, nämlich 16,5 Cent und ist damit ca. 50% teurer. Da für alle Gebäude Anschlusszwang ans BHKW besteht, und die Verpflichtung, die Dächer der Badenova für die solarthermischen Anlagen zur Verfügung zu stellen, ist das System für Bauherren und Bewohner alternativlos. Sie sind somit der Preispolitik der Badenova ausgeliefert. Betroffen sind immerhin 1300 Bewohner, unter ihnen knapp 50% Sozialmieter. Wer dort baut, muss beim Grundstückskauf etlichen Auflagen zustimmen, darunter eben auch der Teilnahme am Energie-Konzept. Die Stadt Freiburg argumentiert, nur …

Wooden Refugee Homes
Holz-Flüchtlingsheime

Umweltfreundlich und schnell gebaut waren die Container für zwei Flüchtlingswohnheime in Freiburg, St. Christoph und in der Höllentalstraße. Containers from wood give both a better living quality and higher ecological standards. Plus they are very quickly built: In only two months. Bei „Tinyhouse-Fans“ (Anhängern kleiner Häuser) stehen sie hoch im Kurs, weil sie preisgünstig und flexibel einsetzbar sind. Ein weiteres Wohnheim aus Holz wird gerade in Tiengen gebaut (Architekt: Jochen Weissenrieder), 100 Menschen werden dort bald einziehen: http://www.badische-zeitung.de/freiburg-tuniberg/fluechtlinge-ziehen-bald-in-die-neue-unterkunft-in-tiengen–120474528.html Costs of Container buildings are about 1800 Euro / m2, tells the office of Rolf Disch architect. And they are as stable and long-lasting as „normal“, classical housing. The problem is: They can’t be piled up too high, and building ground is rare in Freiburg. So there is the necessity to have high buildings. In two years, the containers should be replaced by appartment buildings, according to the city administration. Wait and see. Die Kosten liegen laut Architekturbüro Rolf Disch bei ca. 1800 Euro / Quadratmeter. Und diese Gebäude sollen so lange halten, wie klassisch gebaute Häuser. In …

Let the people build:
Alejandro Aravena

The architect Alejandro Aravena got the Pritzker Price for his work. Which is innovative esthetically as well as socially. As the jury stated: „Seine Arbeit verschafft den weniger Privilegierten wirtschaftliche Chancen, lindert die Auswirkungen von Naturkatastrophen, verringert den Energieverbrauch und bietet einladenden öffentlichen Raum.“ His most revolutionary project: Buildings for people with few means; living under the line of poverty – the majority of people. They are coming to the cities, so that a one million city per week has to be built. The goal of Aravena: Doing it for 10.000 Dollar per family.  His solution: Channeling people’s own building capacity. „You provide a frame and from then on, families take over.“ In a project in the North of Chile, Aravena only builds half houses, the rest is built by the inhabitants. „With the right design, slums and favelas might not be the problem, but the solution.“ https://www.ted.com/talks/alejandro_aravena_my_architectural_philosophy_bring_the_community_into_the_process?language=de

Besser Fahrradfahren in der Stadt

Fahrradfahren in Haarlem bei Amsterdam macht noch mehr Spaß als in Freiburg! Wieso gibt es in Freiburg nicht solche Ampeln, an denen Fahrradfahrer rechts abbiegen dürfen, wenn es für die Autofahrer rot ist? An manchen Stellen in der Stadt wäre das ein Segen – zum Beispiel beim Rechtsabbiegen von der Günterstal- in die Basler Straße. Da fahren geschätzt drei Fahrradfahrer pro roter Ampelphase trotzdem rechts ab – das gefährdet niemanden, kann sie aber 200 Euro kosten. Die Autofahrer, die unbefugt, da keine Anlieger, durch die Basler Straße fahren hingegen, riskieren keine Strafe.