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Ein „Haus des Engagements“ für Freiburg

Die Stadt Freiburg steht zwischen zwei Investoren: Was wird aus dem alten Bürgeramt in der Basler Straße, ganz zentrumsnah? Das Studierendenwerk möchte das Gebäude kaufen, und eine Genossenschaft aus bisher 71 Institutionen, Vereinen, Unternehmen – unter ihnen auch Freiburg Future Lab. Hier steht mehr über das Konzept der Genossenschaft, an der auch Willi Sutter von der Genossenschaft Bogenständig beteiligt ist – ein Spezialist für bodenständige und günstige energetische Sanierungen alter Gebäude.

Die Genossenschaft möchte das Gebäude zur Förderung zivilgesellschaftlichen, bürgerschaftlichen Engagements bzw. bürgerschaftliche Nutzung nutzen. Auch Gewerbe und Kultur sollen dort zu einem lebendigen Haus beitragen.

Am 2. Februar ist die entscheidende Gemeinderats-Sitzung. Wenn die Entscheidung nicht vertagt wird: Mehrere Fraktionen sind noch untentschlossen und eine hat Informationsbedarf angemeldet.

https://www.badische-zeitung.de/basler-strasse-2-vergabe-sorgt-fuer-zuendstoff

Future of Cities in Turkey „Türkischer Städtetag“

Interview with Recep Sahin, General Secretary of the Union of Turkish Municipalities

 

 

Future Lab: What are the main goals of the Union of Turkish Municipalities at the moment?

Recep Sahin: Our main goals is to support municipalities. Especially three domains are important:
First: Capacity strengthening by trainings, participation to fairs, congresses etc. We work with mayors, council members and all municipal officials.
Second: Defining the problematic areas of municipalities and political lobbying to solve these problems. We have to increase the revenues and boost the financial development of the municipalities. The main preoccupations are urban transformation, public transportation, waste management, water and wastewater issues, i.e; leakages in drinking water network, difficulties in expropriation activities and so on.
Third: Take part in the legislation processes concerning municipalities.

Future Lab: What are the most dynamic cities in Turkey at the moment, and what are the challenges there?

Recep Sahin: In 2014, a law has enlarged the responsibilities of bigger municipalities (in 30 out of 81 provinces). They are now also in charge of many domains, except security, health and education and have to deal with a lot of different technical and socio-economic issues. The new greater municipalities are more busy and have to provide more efforts than others.

Future Lab: Is climate change an issue that the Union thinks should be addressed also on municipality level?
Recep Sahin: Of course, the involvement, effort and handling of the local authorities regarding climate issues are essential. Here, „bottom up“ – initiatives will be very precious. The Mınistry of Environment has issued a climate change action plan in 2010 and municipalities are supposed to improve the efficiency in public transportation, the energy efficiency in buildings, to install proper waste disposal.

Future Lab: Do you believe that more climate friendly cities will be cities with a better life quality also?
Recep Sahin: I believe that the more ecological solution will be the more economic one on the long run. We should achieve this for the sustainability of life, and also taking into account life standards.

 

Soziale Zentren durch Renovierung schaffen

Renovations can also create energy efficient buildings – often cheaper than building new. And it respects ancient and traditional structures. This is the philosophy of the company specialized in renovations of historical buildings, Sutter3kg. The company often works with the cooperative „Bogenständig“, which provides low-cost housing for people are not competitive on the free rent market (disabled or old people, or people with social or psychological problems). For one of its projects, Sutter3Kg has now received a price from the regional architect’s organization. The price has been awarded because of the quality of the renovation, but also because the 250 year old building has an important social function in the village situated 20 km east of Freiburg. Creating meeting points in rural areas, that are often threatened by depopulation, is one more goal of Willi Sutter, the company leader.

Renovieren statt Abreissen, und dennoch hoch energie-effiziente Gebäude schaffen: Das ist das Ziel der Sutter3Kg. Eines der vom Unternehmen renovierten Gebäude, die Klosterscheune in Oberried, hat nun einen Preis von der südbadischen Architektur-Kammer bekommen. Das Unternehmen ist auf günstige und behutsame Renovierung alter (teilweise auch denkmalgeschützter) Gebäude spezialisiert. Die Klosterscheune im 20 km östlich von Freiburg gelegenen Oberried ist nun in Versammlungsort, mit kleiner Bücherei und Markt. Eines der Projekte im ländlichen Raum, die dort Strukturen schaffen und auch der Abwanderung vorbeugen soll.

Für andere Projekte arbeitet das Unternehmen Sutter3Kg mit der Genossenschaft Bogenständig zusammen: „Ziel der Genossenschaft ist es, preisgünstigen Mietwohnraum für ­Mitglieder und Menschen am Rande der Gesellschaft zu schaffen.“ So geschehen in der „Alten Schule“ in Haslach.

http://www.sutter3kg.de/klosterscheune-in-oberried.html

http://www.bogenstaendig.org

 

Markus Bohnert: Energiewende lokal

Energiewende lokal: Markus Bohnert, Vorstand der Kooperative Bürgerenergie St. Peter, hat den Klaus-Binder-Zukunftspreis bekommen. Locally autonomous communities will be important for energy change, and the project of St. Peter not only focusses on renewable electricity production, but also on a heat grid working with biomass. Das Besondere am Projekt, das Markus Bohnert mit initiiert hat: Nicht nur Strom aus Sonne und Wind werden in St. Peter in dem Maße produziert, dass der Ort ein Mehrfaches des Eigenbedarfs produziert. Auch Wärme wird nachhaltig und aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt. Kernstück der Versorgung ist ein technisch innovatives Blockheizkraftwerk, das mit Holzvergasung arbeitet. Es liefert Wärme an 220 Gebäude; das Wärmenetz ist ausbaufähig. The St. Peter heat-grid works with an innovative wooden gazeification technology. Mr. Bohnert is in the board of the cooperative running the grid. Owners of the grid are the consumers.

Bürgerenergie St. Peter

Bioenergie-Dorf St. Peter 

 

Wärmepreise-Chaos

Haslach bekommt ein neues Fernwärmenetz für 800 Wohnungen, mit Wärmepreisen, die bei ca. einem Drittel der Preise im nahe gelegenen Neubau-Viertel Gutleutmatten liegen werden. Ebenso wie das Nachbarviertel wird das Wärmenetz mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden. Der Contractor ist ein Hamburger Unternehmen, Urbana. Betrieben wird das Netz von einem gemeinsamen Tochterunternehmen der Freiburger Stadtbau und der Bima (ehemalige Bundes-Vermögens-Verwaltung). Der 60 Kubikmeter große Warmwasser-Speicher wird unterirdisch lagern. Die große Frage lautet nun, woher der große Preis-Unterschied bei der Wärme-Versorgung kommt. Bisher wollte sich noch keiner der Beteiligten (Freiburger Stadtbau, Badenova oder Stadt Freiburg) dazu äußern.

Nachtrag am 10. Oktober: Aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, dass die Badenova den ersten Neubürgern im Quartier Gutleutmatten zunächst zu 50% überhöhte Wärmepreise in Rechnung gestellt hat. Eine Korrektur soll demnächst erfolgen.

Nota bene: Im kommenden Jahr läuft die Förderung für das „innovative“ Energie-Konzept Gutleutmatten aus. Möglicherweise wird das Kompromisse leichter machen.

 

Energie-
Versorgung: Wer zahlt?

Die Energie-Versorgung im neuen ökologischen Viertel Gutleutmatten in Freiburg ist heftig umstritten. Das Thema beschäftigt sogar das baden-württembergische Umweltministerium. Einleitend kurz umrissen die Positionen: Der regionale Energie-Versorger Badenova haben zusammen mit dem Institut für solare Energiesysteme (ISE) ein innovatives Energie-Konzept erarbeitet.

Es kombiniert Solarthermie (im Sommer) mit Wärme und Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung; es wird ein Blockheizkraftwerk verwendet, das ohnehin schon in der Nähe installiert ist und das Haslacher Schwimmbad mit Energie versorgt.

Soweit so ökologisch. Dass Umweltfreundlichkeit oft Geld kostet, ist bekannt. Hier kostet die Kilowattstunde Wärme aber deutlich mehr als in den Öko-Vierteln Vauban und Rieselfeld, nämlich 16,5 Cent und ist damit ca. 50% teurer. Da für alle Gebäude Anschlusszwang ans BHKW besteht, und die Verpflichtung, die Dächer der Badenova für die solarthermischen Anlagen zur Verfügung zu stellen, ist das System für Bauherren und Bewohner alternativlos. Sie sind somit der Preispolitik der Badenova ausgeliefert. Betroffen sind immerhin 1300 Bewohner, unter ihnen knapp 50% Sozialmieter. Wer dort baut, muss beim Grundstückskauf etlichen Auflagen zustimmen, darunter eben auch der Teilnahme am Energie-Konzept.

Die Stadt Freiburg argumentiert, nur so sei eine effiziente und umweltfreundliche Energie-Versorgung hocheffizienter (wärmegedämmter) Gebäude möglich: Eine Infrastruktur, die alle nutzen, und die durch ihre Anpassungsfähigkeit auch ökologischer ist (mal Versorgung durch Sonnen-Energie, mal durch das Kraftwerk), ist eben teurer. Klaus Zahn, Leiter des Umweltamtes, verrechnet den Verzicht auf Anlagen zur Wärmerückgewinnung (in den Wohngebäuden) mit dem Wärmepreis und kommt so zum Schluss, der Preis sei angemessen und mit dem anderer Fernwärme-Gebiete zu vergleichen.

http://www.solarregion.net/news/aus-der-solarregion-2016-01-waermeversorgungskonzept-gutleutmatten-pro-umweltamt-klaus-von-zahn

Nun, auch dort haben die wenigsten Gebäude mit Wärmerückgewinnung erstellt, und wenn, dann freiwillig, um Heiz-Energie zu sparen und mehr Wohnkomfort zu haben. Insofern dürfte das die Bauherren und künftigen Bewohner in Gutleutmatten kaum trösten. Am besten organisiert sind die Baugruppen, die dort Grundstücke bekommen haben und nun ihre Häuser planen. Außer dem Preis stört sie noch mehr: Dass der Preis ein Fixpreis pro Geschossfläche ist, und durch das Verbrauchsverhalten kaum beeinflusst wird. Sparen bringt also kaum etwas. Was wiederum bedeutet, dass die Investitionen in Dämmung und bessere Energie-Effizienz zwar ökologisch sinnvoll bleiben, aber wirtschaftlich auch langfristig keinen Gewinn bringen.

Zudem müssen sie ihre Dächer „opfern“ für die Sonnenkollektoren, statt sich Dachgärten einrichten zu können. Das System, sagt Achim Kimmerle von der Baugruppe „Bachaue“ sei sehr viel teurer als beispielsweise im Vauban und beanspruche auch noch Dachflächen, Leitungen und Pumpenstrom.

http://www.solarregion.net/news/aus-der-solarregion-2016-01-waermeversorgungskonzept-gutleutmatten-contra-baugruppen-achim-kimm

Nun soll ein Sachverständiger die Preiskalkulation der Badenova überprüfen. Das Umweltministerium folgt der Argumentation der Stadt nicht, die Wärmepreise dürften höher ausfallen, da man ja den Bauherren erlaubt habe, auf Anlagen für die Wärme-Rückgewinnung zu verzichten. Solche Anlagen in einem ganzen Baugebiet zu verlangen, wäre allerdings auch eine Premiere gewesen, und zwar bundesweit.

Bisher kamen ökologische Maßnahmen meist allen zugute – wer investierte, durfte auch die Gewinne verbuchen; wer in Passiv- oder Plusenergie-Technologie investierte, wurde durch eine niedrigere Warmwasser-Rechnung belohnt. Das fällt in Gutleutmatten weg. Dass man auch noch sein Dach opfern muss, ist wohl ein bisschen viel. Kein Wunder, dass Unmut herrscht.

Die Badenova reagiert mit diesem Konzept auf das Problem sinkenden Absatzes – in einer grünen Stadt wird weniger Energie verbraucht, also verkauft, also weniger Geld verdient. Innovative Energieversorgungs-Konzepte zu entwickeln ist schon jetzt ein wichtiges Geschäftsfeld für die Badenova. Freiburg-Gutleutmatten ein Prototyp zum Testen eines neuen Konzepts. Wer dort ein Grundstück gekauft hat, hat in die Rolle des Versuchs-Kaninchens eingewilligt und wenig Einfluss-Möglichkeiten.

 

Update vom 5. April:

Das Gutachten wurde (laut Gutachter) erstellt und pünktlich im Februar abgegeben. Die Stadt möchte es den Baugruppen nicht zugänglich machen, und hält es unter Verschluss. Ungewöhnlich für eine Stadt, die Transparenz groß schreibt, und einen Preis für eine Website bekommen hat, die eben solche Transparenz schafft. Und wohl kaum ein Zeichen großen Selbstbewusstseins oder Gelassenheit, was die Richtigkeit des Konzepts angeht?

 

Update vom 16. April:

Das Gutachten wurde schließlich freigegeben. Der Gutachter bezeichnet die geplante Fernwärme-Versorgung als „offensichtliche Fehlplanung“. Umwelt-Bürgermeisterin Stuchlik verteidigt die Umweltfreundlichkeit des Konzepts.

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/gutachten-zu-gutleutmatten-vergroessert-graben-zwischen-baugruppen-und-stadtverwaltung–121968093.html

Am Ende bleibt wohl nur noch der Verweis der Stadt, dass man als Investor ja wusste, worauf man sich einließ. Das Konzept, hoch energieeffiziente Gebäude mit Fernwärme zu versorgen, ist schwierig bis unsinnig, zumindest wirtschaftlich – das ist nichts Neues. Schon im Passivhaus „Wohnen und Arbeiten“ im Vauban, das sich mit einem eigenen BHKW versorgt, sind die Leitungsverluste höher als der eigentliche Verbrauch.

 

Update vom 21. September 2016:

Dass es deutlich billiger geht, zeigt das Fernwärmeprojekt für 800 Wohnungen, dass ganz in der Nähe von Gutleutmatten realisiert werden wird: Die Preise dort werden bei einem Drittel der Wärmepreise im Neubaugebiet liegen! s.a.:

http://www.freiburg-future-lab.eu/blog/2016/09/22/neues-fernwaermenetz/

 

Wooden Refugee Homes
Holz-Flüchtlingsheime

Umweltfreundlich und schnell gebaut waren die Container für zwei Flüchtlingswohnheime in Freiburg, St. Christoph und in der Höllentalstraße. Containers from wood give both a better living quality and higher ecological standards. Plus they are very quickly built: In only two months. Bei „Tinyhouse-Fans“ (Anhängern kleiner Häuser) stehen sie hoch im Kurs, weil sie preisgünstig und flexibel einsetzbar sind. Ein weiteres Wohnheim aus Holz wird gerade in Tiengen gebaut (Architekt: Jochen Weissenrieder), 100 Menschen werden dort bald einziehen:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg-tuniberg/fluechtlinge-ziehen-bald-in-die-neue-unterkunft-in-tiengen–120474528.html

Costs of Container buildings are about 1800 Euro / m2, tells the office of Rolf Disch architect. And they are as stable and long-lasting as „normal“, classical housing. The problem is: They can’t be piled up too high, and building ground is rare in Freiburg. So there is the necessity to have high buildings. In two years, the containers should be replaced by appartment buildings, according to the city administration. Wait and see.

Die Kosten liegen laut Architekturbüro Rolf Disch bei ca. 1800 Euro / Quadratmeter. Und diese Gebäude sollen so lange halten, wie klassisch gebaute Häuser. In Freiburg sollen die Container nur Übergangslösung sein: In zwei Jahren sollen massivere Gebäude mit Wohnungen für die Neu-Ankömmlinge stehen. Container haben einen Nachteil: Sie sind nicht sehr hoch stapelbar. Aber in Freiburg gibt es wenig Bauland, und es muss in die Höhe gebaut werden.

Flüchtlingswohnheim in Holzbauweise

 

Das Büro Disch hat nun angekündigt, ein Wohnheim auf dem Grundstück des Autofrei-Vereins bauen zu wollen – natürlich in Plusenergie-Bauweise.

Rolf Disch wants to build another refugee home on the ground of the „car-free-association“ of Vauban. They would be plus energy houses, of course.

http://www.holzbau-bueker.de/05-pro-gewerbe.htm#christ

http://www.saegezahn.com/#!Das-Flüchtlingswohnheim-St-Christoph/cd23/56a92fd00cf22a80b02ba755

http://www.badische-zeitung.de/freiburg-tuniberg/fluechtlinge-ziehen-bald-in-die-neue-unterkunft-in-tiengen–120474528.html

 

Die ökologischen Viertel Vauban
et Rieselfeld: les écoquartiers

Was alles möglich ist, wenn man neue Stadtviertel baut, schauen sich Stadtplaner aus aller Welt gerne im Vauban-Viertel (5500 Bewohner) oder im Rieselfeld-Viertel (11.000 Bewohner) an. „On en a révé, ils l’ont fait“ dit un des visiteurs des deux écoquartiers de Fribourg dans le film produit par l’agence d’urbanisme „SIAM Conseil“. Wovon andere träumen, das wurde hier realisiert. In beiden Viertel hat man versucht, der Komplexität der Aufgabe gerecht zu werden: Energie-Effizienz, soziale Durchmischung, autoreduzierte Mobilität, Aktivierung der Bewohner durch Bürgerbeteiligung. Das hat Zeit und Geld gekostet, das Ergebnis ist lebens- und sehenswert. Die Attraktivität beider Viertel ist ungebrochen.

L’attractivité des deux quartiers ne se dément pas. Cela ne veut pas dire qu’on pourrait „imiter“ ou reproduire le résultat. Mais quelques inspirations s’y prennent presque pour chacun.

Plus on entre dans les détails, plus cela devient intéressant: Comment c’est organisé la participation citoyenne? Comment c’est organisé l’administration pour ce long processus de planification de réalisation? Comment la communication entre la politique, l’administration et l’utilisateur c’est-elle faite? Comment motiver les habitants à utiliser d’autres moyens de transport que la voiture?

Je mehr man ins Detail geht, desto interessanter wird es: Wie wurde die Bürgerbeteiligung organisiert – ganz unterschiedlich in den beiden Vierteln. Wie funktionierte die Projektgruppe der Verwaltung während des langen Planungs- und Umsetzungsprozesses? Wie funktionierte die Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und künftigen Nutzern? Wie motiviert man Bewohner, eher andere Transportmittel zu nutzen als den PKW?

Auf diese und viele andere Fragen gibt es in beiden Vierteln – inspirierende Antworten, aber es entstehen auch weitere, nicht so leicht zu beantwortende Fragen.

Pour plus d’information: Mon livre sur les ecoquartiers de Fribourg, paru au Moniteur:

http://boutique.lemoniteur.fr/les-ecoquartiers-de-fribourg.html

 

Hoch in den Schwarzwald –
Tout près: La forêt noire

Mit der Gondelbahn ist der Sprung in eine andere Welt in 20 Minuten gemacht: Von der Stadt im sonnigen Rheintal, in den Schwarzwald mit seinen harten Lebensbedingungen. 20 minutes pour se transférer d’un monde à un autre: Le téléphérique nous amène dans le monde rude de la forêt noire en 20 minutes. Auf 1200 Metern sieht man die Kraft der Elemente an den windgebeugten Bäumen und den sich drehenden Windrädern und Wasserturbinen. Hier oben zu bestehen, fordert einiges an Kreativität.

Die beweisen viele Hofbesitzer, die ihre Produkte selbst veredeln und vermarkten. So beispielsweise auch der Rappenecker Hof, wo unter anderen ein eher ungewöhnliches Produkt hergestellt wird: Wasserstoff aus der Sonne zu Selbstversorgung mit Wärme und Strom. Der Hof ist nicht ans Stromnetz angeschlossen, und wenn lange keine Sonne geschienen hat und die Batterien leer sind, gibt es eben keinen Espresso mehr, sondern den Kaffee aus der „Quetsche“, dessen Herstellung nicht so viel Strom braucht.

Auch die Geschichte des Ortes ist lange und interessant: Das Silberbergwerk, das die Stadt Freiburg im Mittelalter reich gemacht hat, befindet sich im Berg, und man kann viele der alten Stollen auch besichtigen (wenn man gut zu Fuß ist!)

Ein paar schöne Bilder finden Sie hier:

Francais:

À 1200 mètres d’altitude, on se rend compte de la force des éléments – les arbres penchés par le vent, les éoliennes qui tournent, les turbines dans les centrales hydrauliques. Réussir à survivre ici n’est pas facile et demande de la créativité.

Beaucoup de fermiers en font preuve, qui transforment et commercialisent souvent leur produits premiers eux-mêmes. Un exemple original est le „Rappenecker Hof“, qui héberge une production peu commune: Celle d’hydrogène. L’énergie solaire est ainsi stockée pour la retransformer en chaleur ou électricité si besoin est. La ferme n’est pas raccordée au réseau éléctrique, et si le soleil ne se montre pas pendant un certain temps et les provisions d’hydrogène sont basses, on n’y sert plus d’espresso, mais un café fait sans pression électrique pour consommer moins d’énergie.

L’histoire du lieu „Schauinsland“ est longue et interessante: Les mines d’argent, qui ont rendu Freiburg riche au moyen âge, se trouvaient dans la montagne, et on peut visiter beaucoup des anciennes galeries – si on n’a pas peur de l’effort physique. Paysage et nature aussi racontent leurs histoires, et on y fait de belles randonnées.