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Lektürebericht: „Wir können uns ändern“ von Felix Ekardt

Hier in Süd-Deutschland ist der Klimawandel schon deutlich spürbar – und für Landwirte, Wasser-Versorger, Skilift-Besitzer, Stadtbäume u.v.a. auch Besorgnis erregend. Ich habe dieses Buch also mit einem Anliegen gelesen: Was kann man tun? Verstehen, warum die meisten meiner Freunde und Bekannten weiter so leben wie bisher: Mit ausgiebigen Urlaubs-Flügen und -Fahrten, vielen, vielen elektronischen Geräten und fröhlichem Konsum. Bzw. verstehen kann ich es ja. Aber ich habe auch Angst vor den Folgen des Klimawandels. Ekardt dröselt sorgfältig auseinander, warum die meisten Menschen nichts ändern mögen – auch wenn sie wissen, dass sie sollten. Alles in einem ganz ruhigen und sachlichen Ton, fast ein wenig dröge. Das Meiste weiß man eigentlich. Dass es an vielen Faktoren liegt, wenn Leute so weitermachen wie bisher. Dass es viele kleine Schritte braucht, um etwas zu ändern. Dass das leider im Gegensatz steht zum relativ dringenden und großen Handlungsbedarf. Zeitweise hat mich dieses Buch hoffnungslos gemacht: Wird sich erst etwas ändern, wenn die Wetterverhältnisse völlig unberechenbar geworden sind, extreme Hitze, Wassermangel und Dürre zum Handeln zwingen? Womöglich Ernte-Ausfälle und Hunger-Katastrophen …